Der Morgen der Trauerfeier war dann... nun ja, etwas stressig. Schön, wenn man 10:45 aufbrechen will / muss, aber erst gegen 10 geweckt wird. Ehm... Fertig machen? Frühstücken? Nur im Schnelldurchlauf. Aber gut. Wie die werte Frau Mama meint. Wir waren dennoch beinahe überpünktlich. Zumindest waren wir die ersten aus der Familie, die in der Kirche waren. Und dann hieß es warten. Und warten. Und warten. Und warten... Bis der Rest der Familie und die anderen Trauernden eingetrudelt sind. Und dann wieder warten. Und warten... Bis das Glockengeläut verstummt war und wir hinter dem Pastor her dann auch mal in die Kapelle trotten konnten. Btw mein zweiter Kirchenbesuch seit meiner Konfirmation. Der erste war die Taufe meines Patenkindes. Ansonsten drück' ich mich ja weitestgehend erfolgreich davor. Ist einfach nicht mein Bier. Aber wie auch immer. Dafür, dass ich Gottesdienste und ähnliches eigentlich lieber meide, war es ganz schön. Und so ein Emotionskrüppel, wie ich immer denke, bin ich auch schon gar nicht mehr. Ganze zehn Tränen +- sind mir gekullert. Für mich, die sonst eeeigentlich nicht weinen kann, ist das echt viel.
Danach ging es ins Hotel Seelust, wo meine Oma zu Kaffee und Kuchen geladen hatte. Die Organisation hat in der Umsetzung eeetwas gehapert - Stichwort Tischkarten - aber ansonsten war es auch dort ganz nett. Wenn auch ich auf etwas mehr Kuchenauswahl gehofft hatte. Hunger und so. Aber wenigstens hab' ich 'nen Latte Macchiato abgreifen können. ♥
Anschließend haben wir noch einen kurzen Abstecher zu meiner Oma gemacht. Noch ein paar Minuten im familiären Kreis verbringen, reden... Essen. Ja, gestern hatte ich irgendwie 'nen ziemlichen Fress-Flash. Aber egal. Jedenfalls sind wir dann irgendwann wieder nach Walsrode gefahren. Ich hab dabei beschlossen, nicht weiter nach Hause zu fahren, sondern noch über Nacht zu bleiben. Dafür bin ich dann heute Morgen gegen 5 aus dem Bett geschlurft und 5:45 gen Heimat getuckert. Ich hasse es, im Dunkeln zu fahren. Maximal eine Stunde, danach wollen meine Augen nicht mehr und spielen mir fiese kleine Streiche, damit ich um ein Haar in Leitplanken fahre. Und ich werde müde. Aber wie unschwer zu erkennen ist, habe ich überlebt. Nur Schule nicht so ganz. Kopfschmerzen etc. haben veranlasst, dass ich etwas früher nach Hause gedümpelt bin. Ist vielleicht auch psychisch besser so. Finde ich zumindest.
Und jetzt... sollte ich im Großen und Ganzen lernen. Morgen steht 'ne Französisch-Klausur an. Nächste und übernächste Woche dann Vorabi. Mir graut's ja gehörig davor... Wer mag darf mir die Daumen drücken, dass ich das nicht versemmel. Dann wären knapp 3 1/2 Jahre nämlich so ziemlich für die Katz' gewesen. Und das muss ja nicht uuunbedingt sein. Oder?
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